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Einführung in die Antarktis

Die Erde ist, vom Weltall aus betrachtet, ein blauer Planet. Aber seine Pole, die nördlichsten und südlichsten Punkte, erscheinen weiss, d.h. sie sind voller Eis und Schnee. Aber warum? Die Sonne würde genügend Energie liefern, so dass es überall auf der Erde mit durchschnittlich 14° C angenehm mild sein würde.

Die Pole verdanken ihre tiefen Temperaturen der Erde mit ihrer Kugelform, ihrer geneigten Achse, ihrer Eigenrotation und ihrer elliptischen Bahn um die Sonne. Aufgrund der speziellen Konstellation der obengenannten Punkte, sind die Pole am wenigsten der Intensität der Sonnenstrahlung ausgesetzt. Durch die Kugelform und die Neigung der Achse trifft die Strahlung nur flach auf die Oberfläche der Pole auf. So steigt die Sonne selten über den Horizont und wärmt deshalb die Oberfläche nur wenig. Zusätzlich wird durch den Tag-Nacht-Rhythmus, der durch die Eigenrotation der Erde zustande kommt, diese Wärme relativ rasch wieder aus dem System entfernt. Doch sollte nicht während der polaren Sommermonate, an denen die Sonne nicht unter den Horizont fällt, genügend Wärme für eine Erhöhung der Temperatur zustande kommen? Dies ist nicht der Fall, weil die Strahlen durch den grösseren Winkel, mit dem sie auf die Pol-Oberflächen treffen, mehr Atmosphäre durchstossen müssen und daher abgeschwächt werden. Zusätzlich wird durch Eis und Schnee bis zu 85% der eintreffenden Strahlung, d.h. potentielle Wärme, wieder ins All reflektiert. All diese Eigenschaften begünstigten die Entwicklung, dass die Pole zu den Eisschränken der Erde wurden.

2012 by Michael Wenger