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Da Adéliepinguine rund um den antarktischen Kontinent vorkommen, sich vor allem von Krill ernähren, Eisschollen und –berge während der Monate auf dem Meer benötigen und zu den häufigsten Pinguinen gehör(t)en, gelten sie als gute Indikatoren zur Bestimmung des ökologischen Zustandes der Antarktis. Dadurch sind sie in den Fokus der biologischen und ökologischen Forschung gelangt. Mit dem gesteigerten Interesse an den polaren Gebieten in den letzten Jahren nahm auch die Forschung an und mit den Adéliepinguinen zu, vor allem im Bereich der Populationsforschung.
Die Population der Adélie an der antarktischen Halbinsel hat seit Mitte der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts dramatisch abgenommen (Quelle: (auf englisch)). Dieser Rückgang konnte in Verbindung mit dem schmelzenden Meereis gebracht werden, welches für Adéliepinguine enorm wichtig ist. Denn das Meereis bietet nicht nur eine geeignete Ruheplattform für die Tiere, sondern bildet auch die Grundlage für Krill, die Hauptnahrung. Krill benötigt für das Überleben im Winter Meereis, in welches es sich zurückziehen kann um zu überwintern. Der Rückgang des Krills hat einen negativen Einfluss sowohl auf den Erfolg bei der Nahrungssuche wie auch auf den Bruterfolg von Adélies. Dies machte die Tiere zu einer Zeigerart für die Effekte des Klimawandels auf das antarktische Ökosystem. Jedoch haben auf der anderen Seite die Populationen von Adélies im Gebiet des Rossmeer in den 80er Jahren zugenommen und sind seither einigermassen stabil geblieben. Dies wird mit der Zunahme des Packeises in diesem Gebiet erklärt. Da die Populationen in diesem Bereich schon immer grösser waren als auf der antarktischen Halbinsel, wird also zurzeit eine Zunahme der Population beobachtet

2012 by Michael Wenger