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Eselspinguine sind leicht erkennbar an ihrem Erscheinungsbild. Sie besitzen ein weisses Dreieck über und hinter den Augen und ein weisses Band über den Kopf. Ausserdem besitzen sie weisse Flecken über den Kopf verteilt. Sie sind mit den Adéliepinguinen verwandt und teilen einige der Merkmale bezüglich des Aussehens. Ein solches Merkmal ist der weisse Augenring, der jedoch nicht so ausgeprägt ist. Die Körperfärbung entspricht dem klassischen Schema, welches praktisch bei allen Pinguinen zu sehen ist, nämlich die weisse Unterseite und der schwarze Rücken. Der weisse Bereich schliesst jedoch bei Eselspinguinen unterhalb der Kehle in einer scharfen Linie ab. Auch die Flügelunterseite ist hell, zusammen mit der Führungskante der Flügel. Ihre Füsse sind pinkfarben bis orange mit langen schwarzen Krallen, die aber nicht die Länge wie bei Adélies erreichen, und Schwimmhäuten. Wie Adélies und alle anderen Pinguine, besitzen auch Eselspinguine ein sogenanntes „Rete mirabile“, ein Netz von Blutgefässen, beruhend auf dem Gegenstromprinzip, von oberhalb der Füsse bis ins Körperinnere, wo das kalte venöse Blut von den Füssen durch das warme arterielle Blut vom Herzen erwärmt wird. Es ist aber aufgrund der Verbreitung nicht so leistungsfähig wie dasjenige von Adélies.

Ein besonderes Erkennungsmerkmal von Eselspinguinen ist der rote Schnabelfleck. Die Farbvariation ist unterschiedlich und reicht von orange bis rot. Es wird angenommen, dass die Färbung von einem Farbstoff, einem sogenannten Carotinoid mit dem Namen Astaxantin, stammt, welches in Krill, der Hauptnahrungsquelle von Eselspinguinen, zu finden ist. Untersuchungen zur Funktion des Schnabelflecks deuten darauf hin, dass er eine wichtige Rolle bei der Partnerwahl und bei der Verteidigung der Nester gegen Artgenossen spielt, da er den anderen Eselspinguinen Aufschluss über den Zustand des Tieres gibt. Wahrscheinlich spielt dabei auch die Fähigkeit des UV-Sehens eine wichtige Rolle.

Eselspinguine sind mit ihren rund 75 Zentimeter Körpergrösse und einem Gewicht von 5 – 7 Kilogramm die grösste Pygoscelis-Art und die drittgrösste Pinguinart überhaupt. Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind nicht auf den ersten Blick ersichtlich, aber insgesamt sind die Männchen grösser und schwerer als die Weibchen. Während der Mauser können die Tiere bis zu 8.5 Kilogramm aufweisen, während der Brut aber bis auf 4 Kilogramm abnehmen.

Das Gefieder von Eselspinguinen ist sehr dicht (bis zu 11 Federn/cm2) und besteht, wie bei allen Pinguinen, aus einem feinen Daunenunterkleid mit feinsten Filamenten und dichteren Oberfedern, die mit Öl aus der Bürzeldrüse wasserdicht gehalten werden. Wenn sie in die Mauser kommen, werden die Federn farblich stumpf und scheinen dann bräunlich-schwarz. Besonders hervorzuheben sind die 14 – 18 Schwanzfedern, die wie bei Adéliepinguinen verlängert und verstärkt sind. Sie dienen zum einen als Stütze an Land und können im Wasser auch aufgestellt werden. Der Schwanzknochen ist ähnlich wie bei Adélies aufgebaut.

Eselspinguine auf Sealion Island (Falklands)
© by Michael Wenger 2012

2012 by Michael Wenger