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Felsenpinguine nisten an felsigen und steinigen, häufig mit Tussock-Gras bewachsenen Hängen, die einen direkten Zugang zum Meer haben, unabhängig von der Brandung und einem Zugang zu Süsswasser (Bach, Tümpel, etc.). Sie haben einen sehr präzisen und synchronisierten Brutzyklus, der im September (Nördlicher Felsenpinguin) bzw. im Oktober (Südlicher Felsenpinguin) beginnt mit der Ankunft der Männchen. Dabei kommen sie nicht nur zu derselben Kolonie und demselben Nest zurück, sondern auch buchstäblich am immer gleichen Tag. Sie beginnen dann, die Nester, die während des Winters beschädigt wurden, mit Gras oder Steinen, auszubessern.

Wenn die Weibchen zurückkehren, suchen sie denselben Partner wieder auf und die Balz, die von Rufen und Verbeugungen begleitet ist, beginnt. Diese Phase dauert jedoch nur einige wenige Stunden, danach kommt es zur Paarung. Einige Tage später legt das Weibchen das erste Ei (A-Ei), 3 – 4 Tage später dann das zweite (B-Ei). Interessanterweise ist das B-Ei immer grösser und schwerer als das erste, was bei allen Schopfpinguinen zu beobachten ist. Die Eier werden rund 33 Tage lang ausgebrütet, wobei sich die Eltern in etwa gleichlangen Schichten abwechseln. Normalerweise beginnt das Männchen, während das Weibchen für die Nahrungsbeschaffung zuständig ist. In dieser Zeit konnte auch beobachtet werden, dass das brütende Männchen vom Weibchen gefüttert wurde, und umgekehrt, während der anderen Phase. Bei den meisten Felsenpinguinpaaren wird in dieser Zeit das erste Ei aus dem Nest geworfen, wenn es zu klein ist. Sind die Unterschiede nicht so gross, wie das beispielsweise bei denjenigen auf den Falklands der Fall ist, behalten die Eltern beide Eier und in vielen Fällen schlüpfen sogar beide Jungen. Jedoch überleben dort in weniger als 5 Prozent der Fälle beide Küken, bei den übrigen Arten nur das B-Küken. Über den evolutiven Hintergrund dieses Verhaltens bestehen noch keine Informationen.

Während der Aufzucht der Küken, teilen sich die Eltern zuerst die Arbeit, bis zu einem Alter von etwa 25 Tagen, wenn die Jungen zu gross sind und beide Eltern zur Futterbeschaffung weg müssen (pro Tag rund 600 Gramm an Futter). In dieser Zeit sammeln sich die Jungen zu Kindergärten zusammen zum Schutz vor Raubvögeln. Danach bleiben die Jungen noch etwa bis Februar / März an Land, bis sie flügge geworden sind und die Kolonie verlassen. Die nächsten 2 Jahre werden die Jugendlichen vor allem auf dem Meer verbringen, bevor sie anfangen, sich zu paaren, was aber erst etwa mit 4 Jahren von Erfolg gekrönt sein wird.

Entwicklungsstadien Felsenpinguine
1b: Östlicher Felsenpinguin adult, 1c: Westlicher Felsenpinguin, adult, 1d: Juvenil, 1e: Küken

2012 by Michael Wenger