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Goldschopfpinguine haben eine ähnliche Fortpflanzungsstrategie wie Felsenpinguine, mit denen sie verwandt sind. Die Männchen kommen im Oktober (weiter nördlich bereits Ende September) zu ihren Brutplätzen und suchen ihre Nester wieder auf, die sie mit Gras, Schlamm und Steinen instand setzen. Die Kolonien sind durchschnittlich mehrere zehntausend Tiere gross, was dazu führt, dass die Tiere untereinander sehr aggressiv vorgehen. Etwa 8 Tage später kommen die Weibchen in den Kolonien an und suchen ihren letztjährigen Partner. Die Paare finden sich anhand der Rufe wieder und nach einem Begrüssungsritual, welches Rufe und Verbeugungen beinhaltet, kommt es zur Paarung. Männchen, die keine Partnerin haben, locken mit einem speziellen Balzverhalten interessierte Weibchen zu ihrem Nest. Dazu verbeugen sie sich, machen laute Klopfgeräusche und strecken sich dann in die Höhe, gefolgt von Kopf hin- und her bewegen und lautem Kreischen. Wenn das Weibchen interessiert ist, stimmt sie in das Kreischen ein. Nach der Paarung bauen beide Partner das Nest aus.

Im frühen November legt das Weibchen zuerst ein kleines Ei, 4 – 6 Tage später das zweite, grössere B-Ei. Die Partner wechseln sich danach zuerst ab beim Brüten, danach übernimmt das Weibchen die erste Schicht, gefolgt vom Männchen, welches die Küken bis zum Schlupf und auch danach übernimmt. Das einzelne Junge schlüpft nach rund 34 Tagen und wird vom Männchen gehudert, d.h. betreut, für die nächsten 24 Tage, während das Weibchen für die Nahrungsbeschaffung zuständig ist. Dabei wird das Weibchen praktisch täglich mit Nahrung zurückkehren. Nach den 24 Tagen ist das Junge gross genug, um in Kindergruppen zusammen zu überleben, während die Eltern das Futter herbeischaffen. Im Alter von 60 – 70 Tagen verlieren die Jungen ihr Daunengefieder und gehen danach auf das offene Meer hinaus. Die Eltern jagen danach für drei Wochen auf dem Meer nach Nahrung, bevor sie zur Kolonie zurückkehren und sich mausern für 25 Tage. Nach dieser Zeit verbringen sie den Winter auf dem offenen Meer (ab April/Mai).

Die Jungen haben nach der ersten Mauser nur einige wenige gelbe Schopffedern, die sich erst ab der zweiten Mauser stärker hervorheben. Ab dem 3. – 4. Jahr sind die Tiere äusserlich nicht mehr zu unterscheiden. Die Weibchen sind ab dem 5., die Männchen ab dem 6. Lebensjahr paarungsbereit. Dies hängt damit zusammen, dass es in den Kolonien mehr Männchen gibt als Weibchen und so die Weibchen ältere, erfahrenere Männchen zur Paarung bevorzugen. Dies übt einen gewissen Druck auf die jüngeren Männchen aus, ihre Anstrengungen zu Beginn der Paarung zu intensivieren und bessere Stellen für den Nestbau zu suchen.

Entwicklungsstadien von Goldschopfpinguinen
1a: Adultform, 1b: Juveniles Tier (1-jährig), 1c: Küken

2012 by Michael Wenger