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Goldschopfpinguine sind die grössten Schopfpinguine mit einer durchschnittlichen Grösse von 71 cm und einem Gewicht von 5 – 6 Kilogramm. Dieses variiert jedoch sehr stark innerhalb eines Jahres von 3.5 – 6.5 Kilogramm für Männchen. Weibchen sind etwas kleiner und leichter als die Männchen. Sie sind farblich klassisch gefärbt mit schwarzem Rücken und Kopf und einem weissem Bauch. Der sehr kräftige Schnabel ist orange gefärbt, während die Füsse eher pinkfarben sind. Jüngere Tiere besitzen zwar schon die gelb-orangen Schopffedern, haben aber einen kleineren, matt gefärbten Schnabel. Ab einem Alter von 3-4 Jahren sind die jüngeren Vögel nicht mehr von den älteren zu unterscheiden.

Ihr hervorstechendes Merkmal sind die gelben und orangen Schopffedern, die auf der Stirn anfangen und über die Augen nach hinten in Büscheln ziehen. Diese Federn haben ihnen auch ihren englischen Namen „Macaroni“ gegeben, da die ersten Forscher an die Mitglieder des Londoner „Macaroni Gentlemen’s Club“ erinnert wurden, die auch extravagante Kopfbedeckungen bevorzugten. Die Schopffedern sind bei Männchen und Weibchen zu finden und könnten der individuellen Erkennung dienen. Genaueres ist jedoch nicht bekannt.

Wie gesagt ist der Schnabel sehr gross und massiv, was eine Anpassung an die Lebensweise in der Kolonie sein könnte. Goldschopfpinguine sind sehr aggressiv und verteidigen ihren Nestbereich mit heftigen Schnabelattacken neben lauten Rufen und Drohgebärden. Weiter benutzen Goldschopfpinguine den Schnabel zum Ringen, wobei die Kontrahenten ihre Schnäbel ineinander verkeilen und versuchen, den Gegner zu Boden zu drücken. Hinter dem Schnabel sitzt ein auffälliges pinkfarbenes federloses Dreieck.

Ihr gesamter Körperbau ist sehr kompakt und massiv verglichen mit ihren Verwandten, den Felsenpinguinen. Dies ist sehr hilfreich bei Landungen in unruhiger Brandung, wenn die Tiere mit Hilfe von Wellen sich auf Landeplätze stürzen. Häufig landen sie dabei mit dem Brustbereich voran auf den Felsen, erstaunlicherweise aber unverletzt.

Das Gefieder ist ähnlich wie bei Felsenpinguinen mit starken Federn um den Kopfbereich, bei ihnen aber vor allem im Kehlbereich. Auch ist es etwas dichter als das von Felsenpinguinen, aufgrund ihres Verbreitungsgebietes. Dies liegt im Bereich der Konvergenzlinie herum auf Inseln, nur einige kleine Kolonien sind im Bereich der Südshetlands bekannt.

Wie bei allen Pinguinen sind auch bei Goldschopfpinguinen die Augen sehr gut an die Jagd unter Wasser angepasst. Sie sind jedoch etwas grösser als bei verwandten Arten und tragen der Tatsache Rechnung, dass die Tiere zum einen sehr gute Taucher sind und zum anderen gegen Ende der Brutsaison auch nachts jagen.

Goldschopfpinguine beim Streiten
© Michael Wenger 2012

2012 by Michael Wenger