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Magellanpinguine sind eigentlich, wie alle Spheniscus-Arten, keine antarktische oder subantarktische Pinguinart. Sie leben weit jenseits der Konvergenzlinie und die Falklands sind ihr südlichster Punkt, wo sie noch Kolonien bilden. Dies jedoch sehr erfolgreich, da sie dort ideale Nahrungsgründe finden. Ihre Hauptnahrung sind Kalmare und Fische, die sie auch in etwas grösseren Tiefen jagen können. Sie tauchen gerne über 50 Meter tief und können bei Bedarf auch bis 100 Meter gehen.

Die Tiere sind ausgesprochen pelagisch und wandern normalerweise in grossen Gruppen am Ende der Brutsaison nach der Mauser nach Norden, wo sie die gesamte Zeit im Meer verbringen auf Nahrungssuche.

Da sie sehr gesellige Tiere sind, haben sie auch ein entsprechend breites Spektrum an Lauten und Rufen. Diese beinhalten sogenannte „Ekstase-Rufe“ um potentielle Partnerinnen anzulocken, gegenseitige Zeiger-Rufe während der Balz und zur Begrüssung, Kontaktrufe für die Jungen und die Partner und Kampfrufe. Gerade die letzteren sind in den dicht besiedelten Kolonien sehr häufig zu hören, da die Tiere sehr territorial sind und sowohl Männchen wie auch Weibchen ihre Nester verteidigen. meist obliegt es aber dem Männchen, sein Revier gegen Artgenossen zu verteidigen. Denn während der Brutsaison würde der Unterlegene alles verlieren.

Erwachsene Magellanpinguine am Strand
© by Michael Wenger 2012

Neben den Rufen spielt bei Magellanpinguinen auch das Berühren eine sehr wichtige Rolle bei der Stärkung der Paarbindungen. Da die Tiere sehr monogam sind und Paare einige Jahre zusammen bleiben, gehört das leichte Klopfen mit dem Flügel zum alltäglichen Ritual, genauso wie die Begrüssungsrufe, wenn einer der Partner zum Nest zurückkehrt.

Aufgrund ihrer Nahrungspräferenz, nämlich Kalmare, kommen die Tiere in Konflikt mit dem Menschen, der auch mit Netzen Kalmare fängt. Daher enden nicht wenige Pinguine als Beifang in den Netzen der Fischer und verletzen sich häufig oder ertrinken, da sie nicht mehr an die Oberfläche können. Um die Falklands hat man nun festgestellt, dass Magellanpinguine ihre Nahrungspräferenz von Kalmaren auf Fische verschoben haben als Antwort auf den Druck durch die Fischerei. Leider ist aber auch da der Druck nicht geringer. Insgesamt sind die Populationen im Rückgang weltweit gesehen. Zurzeit schätzt man die Population auf rund 1.3 Millionen Tiere, wobei der grösste Teil an der Küste Argentiniens brütet.

Die Lebensdauer von Magellanpinguinen beträgt etwa 25 Jahre, wobei die Jungen im ersten Jahr die niedrigste Überlebenschance besitzen aufgrund der Gefahren und der Unerfahrenheit.

2012 by Michael Wenger