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Magellanpinguine gehören in die Gruppe der Spheniscus-Arten, zu der auch Brillen-, Humboldt- und Galapagospinguine gezählt werden. Sie sind rund 70 cm gross und wiegen im Durchschnitt 4 Kilogramm. Das Gewicht kann aber stark variieren, da sie vor der Mauser kräftig zulegen und teilweise bis auf 7 Kilogramm zunehmen, um genügend Energie zu haben für den Federwechsel.

Alle 4 Spheniscus-Arten haben ein ähnliches Aussehen und die Unterschiede sind manchmal nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Der Rücken und der Bauch sind wie bei allen Pinguinen schwarz, bzw. weiss gefärbt mit einigen schwarzen Flecken, genauso wie die Flügel. Alle Spheniscus-Arten besitzen eine spezifische Bänderung am Kopf und am Körper. Bei den Magellanpinguinen fängt dieses weisse Band am Auge auf jeder Seite an, zieht nach hinten und dann in einem Bogen nach vorne zur Kehle, wo es beinahe zusammenkommt. Darunter sitzt ein weiteres weisses Band, welches über die ganze Brust zu den Flügelansätzen links und rechts zieht. Hinter dem Flügelansatz zieht ein drittes Band den Körper entlang hinunter bis zu den Beinen. Der schwarze Schnabel ist kurz und kräftig und ideal für die Jagd auf Kalmare und Fische. Über der Schnabelwurzel ist das Gefieder leicht rosa und auch um die Augen findet sich ein rosafarbener Ring.

Magellanpinguin auf Falkland
© by Michael Wenger 2012

Das Gefieder von Magellanpinguinen ist auch sehr dicht, da die Tiere viel Zeit auf dem Meer verbringen, vor allem im Winter. Aber die Fettschicht ist nicht so dick, wie bei anderen Pinguinarten, da Magellanpinguine im Winter weit nach Norden ziehen, bis zur brasilianischen Küste. Die Jungen schlüpfen mit einem ersten Satz grau-blauen Daunen, der dann nach der ersten Mauser zu einem grau-braunen Gefieder mit einem weissen Band um die Kehle und einem ersten dünnen weissen Band von den Augen zur Kehle. Insgesamt sind sie weniger stark gefärbt und „dunkeln“ nach mit zunehmendem Alter.

Die Füsse der Magellanpinguine sind auch rosafarben mit schwarzen Bereichen und Krallen. Die Schwimmhäute sind ebenfalls fleischfarben, werden aber mit zunehmendem Alter schwarz. Die Beine sitzen etwas weiter auseinander, was ihnen einen etwas breitbeinigen Gang an Land gibt, und sind nicht bis nach unten mit Federn bedeckt. Die ist wahrscheinlich eine Anpassung an die etwas gemässigteren Breiten, in denen die Tiere vorkommen.

Da in den Breiten, in denen Magellanpinguine vorkommen, die Sonneneinstrahlung höher ist und auch die Gefahr vor Raubvögeln grösser ist, bilden die Tiere grosse und dichtere Kolonien, in denen die Nester entweder in selbstgegrabenen Höhlen, unter Büschen oder Steinen und selten in tieferen Erdmulden liegen. Auf dem südamerikanischen Kontinent brüten sie sogar in umgefallenen Baumhöhlen.

2 Junge mit einem Erwachsenen in einer Bruthöhle
© by Michael Wenger 2012

2012 by Michael Wenger