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Zügelpinguine gehören zu den Pygoscelis-Arten (Bürstenschwanz-Pinguine) und sind nahe mit den Adélies und etwas weiter mit den Eselspinguinen verwandt. Ihre Zeichnung macht sie jedoch einzigartig und unverwechselbar. Wie bei allen Pinguinarten sind auch hier Rücken, Flügeloberseite und zumindest die Schädeloberseite schwarzblau, während der Bauch und die Flügelunterseite (ausgenommen die Spitze) weiss sind. Das unverkennbare Merkmal der Zügelpinguine ist das weisse Gesicht mit den schwarzen Augenflecken, dem schwarzen Schnabel und besonders die schwarze Linie, die sich von Ohr zu Ohr unter dem Unterkiefer durchzieht. Diese Linie hat der Art auch ihren Namen gegeben, da die Linie wie ein Zügel oder wie ein Helmband aussieht (Englisch: chinstrap). Ihre Augen sind rötlich-braun und von einem Ring schwarzer Federn umrahmt.

Sie sind mit ihren rund 72 cm Grösse durchschnittlich gross. Auch ihr Gewicht bewegt sich in den bekannten Rahmen mit 4.5 Kilogramm im Durchschnitt. Jedoch variiert das Gewicht, wie bei allen Pinguinarten, innerhalb des Jahres beträchtlich und kann bis auf 3 Kilogramm runter und bis auf 6 Kilogramm steigen. Die Männchen sind leicht grösser und schwerer als die Weibchen, aber ein ausgeprägter Geschlechtsunterschied fehlt.

Die Beine sind gefiedert und nur die Füsse sind rosafarben, mit schwarzen Krallen und einer dunklen Sohle. Sie sind sehr kräftig du die Krallen ähnlich lange wie beispielsweise bei ihren Verwandten, den Adélies. Dies ist eine Anpassung an ihre bevorzugten Landestellen bei den Kolonien, Felsen und raue Uferzonen, die sie springend erreichen. Auch bei Eisschollen bevorzugen sie es, diese springend und kletternd zu erklimmen und häufig findet man Zügelpinguine auf grösseren Eisbergen (keine Tafeleisberge).

Zügelpinguine bevorzugen die Südpolarmeere als Lebensraum und sind entsprechend gut isoliert mit einem dichten 3-lagigen Gefieder (12 Federn/cm2) und einer mehrere Zentimeter dicken Fettschicht, die sie auch vor den harten Landungen auf Felsen etwas schützt. Wie bei den beiden anderen Pygoscelis-Arten, ist auch bei Zügelpinguinen der Schwanzbereich sehr markant mit 14-18 starken Federn, die im Wasser hochgestellt werden können und an Land den Tieren beim Gehen helfen, indem sie sich auf diesen abstützen können.

Zügelpinguin auf Südshetland
© by Michael Wenger 2012

2012 by Michael Wenger